TG Bericht

In unserem Diskussionsboard gab es einen schönen Tauchgangsberichte über einen Solotauchgang zu lesen. Also dachte ich mir:
Machste mal ne “Rubrik” auf in der Solotaucher Ihren Tauchgangsbericht vom Solotauchgang posten können.

Den ersten Bericht habe ich schon mal in dieses Board reinkopiert …

Und nun seid Ihr dran:

2 Antworten

  1. Tauchgangsbericht von A.L.E.X

    „Ein warmer Sommerabend, eine kleine Terrasse in ca. 5 Meter Tiefe. Im schimmer der Abendsonne kontrolliere ich die Funktionstüchtigkeit meine Ausrüstung noch einmal unter Wasser. 195bar Druck in der D12, die Atemregler arbeiten einwandfrei, die Stage mit EAN 50 gefüllt, noch einmal Ventile kontrolliert. Goodman auf den linken Handrücken geschoben und der Tauchgang kann beginnen…“

    Warum machen manche Taucher das? Das Tauchen ein potentiell gefährlicher Sport ist, steht außer Frage. Dem technischen Fortschritt ist zu
    Süßwasser Farbenspiele
    danken das Gerätetauchen so wie wir es kennen überhaupt erst möglich ist. Doch kann das Buddy-System hier wirklich greifen? Oder spielt es uns vielleicht eine nicht vorhandene Sicherheit vor?

    „…langsam steige ich die Felswand entlang ab 10,15,20 Meter – geplant ist ein Tauchgang auf 31m max. Grundzeit 30min. Da Tauchgänge in den meisten Gewässern hier im Fichtelgebirge ab 10 Meter Wassertiefe Nachttauchgänge sind vermisse ich auf Grund meiner Starken LED Lampe das Sonnenlicht nicht. Ein Blick auf das Fini – 185bar. Wassertemperatur 5 Grad Celsius, die Sicht um die 4 Meter. Wo ist die Boje die die tiefste Stelle markiert? Weit weg kann sie nicht sein…“

    Die Anzahl bekennender Solotaucher nimmt mit den unterschiedlichsten Motivationen ständig zu. Ist die Regel – „Tauche nie allein!“ auf Grund des technischen Fortschrittes und der Erfahrung mit Tauchtechniken noch Zeitgemäß? Noch ist wenig Literatur über die Techniken des

    Solotauchens zu finden, aber auch Höhlen und Tieftaucher waren einmal einsame Exoten. Mittlerweile gibt es schon Verbände die Solobrevets oder Selbstrettungsausbildung anbieten.

    „…nach ca. 20min Tauchzeit hab ich die Markierung gefunden. Kurz schaue ich auf meinen Tauchcomputer, 31,3 Meter! Ich schalte meine Hauptlampe ab und genieße für einen Moment Einsamkeit und Stille – für mich ein Wahnsinnsgefühl. Mit der Backuplampe prüfe ich den Gasvorrat, 142bar, noch 2 Minuten Nullzeit – alles wie geplant im grünen Bereich…“

    Planung und redundante Ausrüstung sind beim Soltauchen das A und O. Natürlich muss die Ausrüstung auch bedient werden können, denn was nützt einem die 1. Stufe des Hauptautomaten wenn man sie im Ernstfall nicht erreicht?

    „…langsam mache ich mich auf den Rückweg, dabei fange ich an mir Situationen vorzustellen in denen ich Hilfe von meinem Buddy benötigen könnte – Vereister Regler? Nein der Valve Drill sitzt! Licht? Bei Backuplampe und Knick-Licht sind meine Sorgen gering. Atemgasmangel – eher nicht: Luft nach der Drittelregel und Stage. Einzig und allein der Gedanke daran dass ich mich ich verfangen könnte macht mir Sorgen. Der Blick auf den Tauchcomputer sagt mir 10min Dekozeit, das kommt mit der vorher berechneten Runtime in etwa auf einen Nenner. Mit einer gewissen Zufriedenheit und dem Wissen das alles wie geplant verläuft erreiche ich eine Tiefe von 21 Metern. Nach dem Wechsel auf das EAN 50 beginne ich mit dem weiteren Aufstieg…“

    Der einzige Grund warum ich diesen Tauchgang lieber mit einem Buddy gemacht hätte ist: Ich würde das entspannende Erlebnis gerne mit jemanden teilen.

    Unser Team kann und will Solotauchen generell nicht befürworten aber wir sind keine Gegner davon. Jeder Taucher muss es für sich ausmachen ob er Solotauchen geht oder nicht. Dieser Artikel ist in keinem Falle ein Aufruf! Einige Teammitglieder machen es von Herzen gerne weil es uns ein Stück menschlicher Freiheit in dieser Welt gibt. Und noch kurz angemerkt: ohnehin sollte jeder Taucher, selbst im Buddyteam, mit einem gewissem Maße an Solokompetenz im Wasser unterwegs sein.

  2. Ein weiterer Sommertag im Süden Deutschlands. Die Sonne steht am Nachmittag nicht mehr ganz so hoch. Dennoch passen die Temperaturen. Ersteinmal ist schwitzen angesagt. Bis ich in meiner Tauchausrüstung bin ist es mir doch warm geworden. Im Wasser wird es dann direkt etwas angenehmer. Einmal die Peilung genommen und abtauchen. Kurzer Stopp auf nur 3 Metern Wassertiefe und Kontrolle von Finimeter, Computer und Atemregler. Alles im seegrasgrünen Bereich. Weiter geht es im flachen Bereich des Tauchsee´s auf 5 Meter Wassertiefe. Durch Fischschwärme, vorbei an Hechten, Zandern und Karpfen geht es durch diesen Wald von Kraut. Es ist schön zusehen wie sich die Fische in ihrer natürlichen Heimat verhalten. Nach einer guten Stunde beende ich den Tauchgang, steige aus dem Wasser und bin glücklich über einen völlig entspannten Tauchgang. Und der nächste folgt in Kürze

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